Am Montag, den 28. September 2026, nahmen Niklas, Jonas und Timo aus der Stufe 11 als Team „hAGBoys" für das Abtei-Gymnasium Brauweiler an der Rhein-Erft Coding Challenge teil. Der Schulhackathon fand zum vierten Mal im InteraktivLab in Kerpen statt und wird vom Rhein-Erft-Kreis gefördert. Insgesamt traten acht Teams mit 35 Teilnehmenden aus Schulen des gesamten Kreises gegeneinander an, darunter Teams aus Hürth, Bedburg, Kerpen, Elsdorf, Frechen und Brühl.

Die Aufgabe trug in diesem Jahr den Titel „Cooldown 2027". Die Teams arbeiteten als Full-Service-Webagentur für das Hitzeschutz-Team des Rhein-Erft-Kreises und sollten eine digitale Hitze-Hilfe für alle Generationen entwickeln, dazu ein Kampagnenplakat, einen Vorschlag für Schulen und eine Präsentation. Dafür blieben von 10 bis 12 Uhr nur zwei Stunden.

Niklas, Jonas und Timo entwickelten in dieser Zeit eine Web-App mit dem Namen „Cooldown 2027 – Hitze-Hilfe", die drei Bereiche verbindet:

  • Karte: Sie zeigt kühle Orte und Stellen, an denen man Wasser auffüllen kann.
  • Für dich: Nach Eingabe von Alter und Wohnort ruft die App aktuelle Wetterdaten ab und zeigt eine passende Warnstufe. Dazu gibt es Tipps, die nach Vorbeugen, akuter Hitze, Zuhause und unterwegs gegliedert sind.
  • Wasser-Tracker: Der Trinkrechner ermittelt aus Körpergewicht, Sport und Außentemperatur, wie viel man am Tag trinken sollte, und zeigt in Gläsern, wie viel noch fehlt.

Anschließend stellte das Team der Jury in einem siebenminütigen Vortrag seine Idee, sein Konzept und die entwickelte Software vor. Am Ende reichte es nicht für einen der ersten drei Plätze. Die Jury würdigte die Leistung der drei aber ausdrücklich, und der Abstand war knapp: Andere Teams waren einen Hauch besser. Dazu gratulieren wir den Siegerteams herzlich.

Unser Dank gilt dem Rhein-Erft-Kreis, dessen Förderung die attraktiven Preisgelder und die gute Verpflegung den ganzen Tag über möglich gemacht hat, sowie den Veranstaltern für einen rundum gelungenen Tag. Das Team steht fest zu seiner Teilnahme: Im nächsten Jahr wollen die drei wieder antreten.

Für Interessierte: Die Aufgabenstellung im Überblick

Szenario: Der Sommer 2026 hat gezeigt, wie sehr Hitze den Alltag verändert: Schulwege in der prallen Sonne, überhitzte Klassenräume, zu wenig Trinkwasser unterwegs und kaum kühle Orte ohne Eintritt. Am gefährlichsten ist die Hitze für kleine Kinder und ältere Menschen. Für den Sommer 2027 startet der Rhein-Erft-Kreis deshalb ab Mai die Aktion „Cooldown 2027" in allen zehn Städten des Kreises. Vorgesehen sind ein Netz aus Refill-Stationen in Geschäften und Restaurants, neue Trinkbrunnen, kühle öffentliche Räume an Hitzetagen und ein Ideenwettbewerb für Schulen.

A1 – Die Hitze-Hilfe-App: Die Teams sollten eine App entwickeln, die auch ein 8- oder 80-jähriger Mensch bedienen kann, mit einfacher Sprache, großen Knöpfen und klaren Symbolen. Mindestens eine von drei Funktionen war umzusetzen:

  • der Trink-Rechner, der die empfohlene Trinkmenge aus Körpergewicht, Temperatur, Alter und Aktivität berechnet,
  • die Cool-Map mit kühlen Orten, Trinkbrunnen und Refill-Stationen im eigenen Ort,
  • der Hitze-Warner, der je nach Temperatur passende Warnstufen und Tipps anzeigt.

Die Zahlen für den Rechner mussten die Teams selbst recherchieren und mit Quellen belegen. Jede Angabe sollte mit einer zweiten Quelle gegengeprüft werden.

A2 – Design der Cooldown-Kampagne: Gefragt war ein A4-Plakat mit Aktionstitel, Eyecatcher, drei bis fünf verständlichen Hitze-Tipps, Hinweis auf die eigene App und Logos. Als Zusatzaufgabe konnten die Teams einen runden „Hier gibt's gratis Wasser"-Aufkleber für Schaufenster gestalten.

A3 – Der schriftliche Pitch: Auf höchstens einer Seite sollte eine konkrete Maßnahme vorgeschlagen werden, mit der Schulen besser durch Hitzeperioden kommen, zum Beispiel Trinkpausen-Regeln, ein kühler Lernraum, angepasste Unterrichtszeiten oder Beschattung auf dem Schulhof. Die besten Vorschläge werden dem Schulausschuss des Kreises vorgestellt.

A4 – Die Ergebnis-Präsentation: Die Teams fassten alles in höchstens acht Folien zusammen: Team und Rollen, App, Plakat, Schulidee, Quellen und der KI-Check.

Der KI-Check: Alle Teams durften KI-Modelle über ein Team-Portal nutzen, mussten aber alles selbst verstehen und erklären können. Auf der letzten Folie stand deshalb eine feste Frage samt Antwort und verwendetem Modell: „Wie viel Wasser sollte ein 14-jähriger Jugendlicher mit 50 kg Körpergewicht an einem 35-Grad-Tag trinken?" Die Aufgabenstellung betonte dazu: Welche Orte vor Ort wirklich kühl sind und wo es kostenlos Wasser gibt, weiß keine KI, das wissen nur die Menschen vor Ort.