Sommer, Sonne, Meer und Strand hatten wir nicht - dafür aber jede Menge tolle Erfahrungen.

Wir fünf Schüler aus dem Neigungskurs Italienisch der zehnten Klasse durften gemeinsam mit unseren Lehrkräften Herr Hobinka und Frau Pirillo eine besondere Zeit im italienischen Ort Soave verbringen. Dort haben wir unser zweiwöchiges Betriebspraktikum absolviert. Für uns alle war es eine völlig neue Erfahrung, an einem Praktikum im Ausland teilzunehmen, weshalb wir am Anfang sehr aufgeregt und nervös waren. Schon nach kurzer Zeit fühlten wir uns jedoch wohl und merkten, dass uns eine großartige Erfahrung erwartete.

Wir arbeiteten in vier verschiedenen Praktikumsstellen: einer Buchhandlung, der Bücherei und dem Kindergarten in San Bonifacio und in einer Bäckerei gleich unter unserer Unterkunft in Soave. Die Arbeit war sehr abwechslungsreich und interessant. Wir durften bei vielen verschiedenen Aufgaben mithelfen und wurden von Beginn an freundlich aufgenommen. Auch wenn die Sprache manchmal eine Herausforderung war, kamen wir gut zurecht und merkten, dass wir uns auch ohne perfekte Sprachkenntnisse gut verständigen können. Diese Erkenntnis hat uns alle beruhigt, da die Sprachbarriere einigen von uns zu Beginn große Sorgen bereitet hat.

Neben den Praktika unternahmen wir auch viel zusammen als Gruppe. Besonders spannend war der Ausflug nach Vicenza, bei dem wir uns das ,,Teatro Olimpico“ von innen anschauen konnten. Es war beeindruckend und interessant, die Geschichte des ersten überdachten Theaters aus der Neuzeit zu hören. Außerdem besuchten wir die Städte Verona und Venedig. In Verona haben wir erst einmal das ,,Casa di Giulietta“ besucht und die Stadt erkundet. Später mussten wir uns in Verona dann schweren Herzens von Herrn Hobinka verabschieden, mit dem wir eine tolle erste Woche in Italien verbringen durften. Am Abend stieß Frau Pirillo zu uns und gleich am Sonntag darauf unternahmen wir mit ihr einen Ausflug in die Stadt der tausend Kanäle. In Venedig hatten wir leider kein gutes Wetter, sondern Regen und Kälte. Trotzdem war der Ausflug sehr schön, da die Stadt mit ihren Kanälen, kleinen Brücken und alten Gebäuden etwas ganz Besonderes ist.

Nach dem Ende unseres Arbeitstages hatten wir oft noch Zeit, den Ort zu erkunden, gemeinsam etwas zu unternehmen oder uns einfach auszuruhen. Mit unseren Lehrern verbrachten wir immer eine gute Zeit. Mit Herrn Hobinka gingen wir häufig Abend essen, was immer sehr lustig war und unsere Gruppengemeinschaft stärkte. Auch Frau Pirillo war es eine großartige Zeit, in der wir viele Spieleabende und Ausflüge unternahmen. Auch wenn sie uns am letzten Tag am Gardasee nicht mehr für die alten Stadtmauern begeistern konnte, weil wir von zwei arbeitsreichen Wochen völlig erschöpft waren, haben wir die Zeit mit ihr sehr genossen und viel gelacht.

Mein persönliches Highlight waren die nächtlichen Spaziergänge von San Bonifacio zurück zu unserer Unterkunft, wenn kein Bus mehr fuhr. Dabei hörten wir laut Musik, sangen gemeinsam, führten Gespräche und lernten uns gegenseitig besser kennen. Die besondere Atmosphäre dieser 

Momente war großartig und die Zeit verging wie im Flug. Rückblickend können wir sagen, dass dieses durch das Erasmus + Programm geförderte Praktikum in Soave eine großartige Erfahrung für uns war. Wir haben viel gelernt, neue Eindrücke gesammelt und sind selbstständiger geworden. Außerdem haben wir unsere Sprachkenntnisse verbessert und viel über die verschiedenen Arbeitsalltage unserer Praktikumsstellen erfahren. Die Zeit in Italien hat uns nicht nur beruflich, sondern auch persönlich weitergebracht und wird noch lange eine schöne und bleibende Erinnerung für uns alle sein.

Mila S. (10a), Ch. Hobinka