Im Rahmen unseres Erasmus+ Projekts hatten Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen die besondere Gelegenheit, gemeinsam mit SchülerInnen unserer Partnerschulen aus Vihti (Finnland) und Hobro (Dänemark) an einer internationalen Begegnung teilzunehmen.

Nachdem bereits Treffen in Hobro und Brauweiler stattgefunden haben, führte uns die Reise nun nach Finnland, wo wir unsere Arbeit zum Thema „Well-being at School“ weiter vertiefen konnten. 

Im Mittelpunkt des Projekts stand die Frage, wie Schule zu einem Ort werden kann, an dem sich alle wohlfühlen. Welches Land ist dazu besser geeignet als Finnland, das erneut zum Land mit der glücklichsten Bevölkerung der Welt erhoben wurde?

Die Schülerinnen und Schüler entwickelten konkrete Vorschläge, wie MitschülerInnen, Lehrkräfte und Eltern dazu beitragen können, das Wohlbefinden im Schulalltag zu stärken. Diese Ergebnisse werden nun weiter ausgewertet und anschließend evaluiert, wie die Ideen der Kinder schulintern umgesetzt werden könnten.

Neben der inhaltlichen Arbeit beeindruckte Finnland unsere Gruppe besonders durch die einzigartige Atmosphäre: die Ruhe, die Entschleunigung des Alltags und die weiten, nahezu unberührten Landschaften. Die enge Naturverbundenheit der Menschen, die Tierwelt und die Natur hinterließen einen bleibenden Eindruck. 

Auch der Einblick in den finnischen Schulalltag war für unsere Schülerinnen und Schüler äußerst spannend. Sie waren überrascht von der Vielfalt an Fächern, die es in der Form bei uns nicht gibt, wie beispielsweise Handarbeiten, Handwerken, Kochen oder Biologieunterricht, der häufig im Wald stattfindet. Darüber hinaus lernten sie finnische Traditionen kennen, darunter ein typischer Saunabesuch mit anschließendem Eisbaden – eine Erfahrung, die sicherlich lange in Erinnerung bleiben wird. Auch typische Osterbräuche und traditionelle Speisen wurden gemeinsam entdeckt.

Ein Ausflug in die Hauptstadt Helsinki durfte natürlich nicht fehlen und bot spannende Einblicke in die Geschichte, die Kultur und das Leben Finnlands.

Einen süßen Abschluss bildete der Besuch der Fazer-Schokoladenfabrik. Dort erfuhren die Schülerinnen und Schüler nicht nur mehr über die Geschichte und Visionen des traditionsreichen Familienunternehmens, sondern konnten auch 10 Minuten lang so viele Produkte probieren, wie sie wollten. Ein anderes bleibendes Erlebnis war der Besuch des Schulhundes ‘Leila’, der die SchülerInnen während ihrer Arbeit am Projekt unterstützte und für eine sehr entspannte Lernatmosphäre sorgte. 

Wir hoffen sehr, dass dieser Austausch auch in Zukunft fortgeführt werden kann, denn neben wertvollen Einblicken in diese vielfältige Kultur und der ertragreichen Arbeit am Projekt, entstanden länderübergreifende Freundschaften, die häufig ein Leben lang bestehen bleiben. 

Am Ende der Woche konnten wir besser verstehen, warum die Finnen die glücklichsten Menschen der Welt sind und hoffen zumindest einige Aspekte mitzunehmen und in unseren (schulischen) Alltag übertragen zu können. 

K. Tholen

Wusstest du schon,...

  • …dass in Finnland die glücklichsten Menschen der Welt leben? 
  • … dass Finnland in etwa so groß ist wie Deutschland, aber nur 5 Millionen Menschen leben? Somit ist Finnland das am dünnsten besiedelte Land Europas.
  • … dass in der Schule die Schuhe ausgezogen werden und so die Schule schön sauber und gemütlich ist? 
  • … dass man von der 1. - 9. Klasse in die gleiche Schule geht? Erst danach wählt jede/r SchülerIn seinen weiteren schulischen / beruflichen Weg. 
  • … dass es in Finnlands Schulen auch Fächer wie Backen, Nähen, Handwerken und Skifahren gibt?

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