In diesem Schuljahr hatten 14 Schülerinnen und Schüler des Abtei-Gymnasium Brauweiler die Möglichkeit, gemeinsam mit unserer Partnerschule, dem IES Santa Anna, an einem besonderen Erasmus+-Projekt teilzunehmen: „La cultura que nos une – Die Kultur, die uns verbindet“.
Über mehrere Monate arbeiteten deutsche und spanische Schülerinnen und Schüler der Stufen 9 und 10 gemeinsam an verschiedenen Projekten rund um Kultur, Sprache und das Leben in Europa. Dabei wurde nicht nur viel gelernt, sondern auch gelacht, diskutiert, gekocht, gesungen und gemeinsam erlebt und Freundschaften geschlossen.
Los ging es mit dem gemeinsamen Projekt im Oktober 2025 mit einem digitalen „Speed-Dating“ auf Deutsch und Spanisch. Anfangs waren viele noch etwas zurückhaltend, doch schnell entstanden erste Kontakte und Freundschaften.
Besonders kreativ wurde es in der nächsten Projektphase „Küche und Rezepte“, die im November 2025 stattfand. Hier backten die Schülerinnen und Schüler typisches Weihnachtsgebäck, drehten Rezeptvideos in der Fremdsprache und gestalteten gemeinsam ein digitales Kochbuch. So wurde die Fremdsprache ganz praktisch angewendet und es entstand köstliches spanisches und deutsches Weihnachtsgebäck.
Auch Musik spielte im Projekt eine große Rolle: Gemeinsam entstanden deutsch-spanische Liedtexte und kreative Medienprojekte. Während der Mobilität in Deutschland im März 2026 entwickelten die Teilnehmenden sogar eigene Karnevalslieder mithilfe digitaler und KI-gestützter Tools. Aus den entstandenen Liedtexten wurde das Lied “Fiesta Total” ausgewählt und in einem selbst produzierten Musikvideo umgesetzt.
Ein weiteres Highlight war natürlich der Austausch in Spanien im Mai 2026. Dort konnten unsere Schülerinnen und Schüler den spanischen und katalanischen Alltag hautnah erleben. So kochten sie z.B. gemeinsam Paella und Crema Catalana, sie probierten verschiedene Wassersportaktivitäten aus, nahmen an einem für Katalonien typischen Castells-Workshop teil, lernten den Bürgermeister des Ortes kennen, gaben ein Radiointerview für den lokalen Radiosender, in dem sie den Austausch reflektierten. Natürlich dürfte auch ein Besuch Barcelonas, der faszinierenden Hauptstadt Kataloniens, die durch die weltberühmte Architektur von Antoni Gaudí geprägt ist, nicht fehlen.
Am Ende waren sich alle einig: Das Projekt war eine unvergessliche Erfahrung. Neben vielen neuen Eindrücken verbesserten die Schülerinnen und Schüler ihre Sprachkenntnisse, lernten neue Kulturen kennen und knüpften internationale Freundschaften.
Das Erasmus+-Projekt hat gezeigt, wie viel Menschen miteinander verbindet – auch wenn sie aus unterschiedlichen Ländern kommen.
Katja Tholen

