Vom 22. bis 24. Juni 2026 machten sich Schülerinnen und Schüler des Abtei-Gymnasiums Brauweiler gemeinsam mit ihren Begleiterinnen und Begleitern auf den Weg an die Steinbachtalsperre in der Eifel – mit Bahn und Bus, und vor allem: mit offenem Herzen.
Schon die Anreise selbst wurde so zu einem kleinen Sinnbild für das, was die folgenden Tage prägen sollte: Aufbruch, Wegstrecke, Ankommen.
Ein Rhythmus aus Kopf, Herz und Bewegung
Was diese Fahrt so besonders machte, war ihr charakteristischer Wechsel: Phasen intensiver inhaltlicher Arbeit im Plenum wurden immer wieder durchbrochen von Momenten der Stille und von fröhlicher gemeinsamer Bewegung. Genau dieses Zusammenspiel aus Kopf, Herz und Körper machte die Tage so dicht und zugleich so leicht.
Emmaus am See: Der Gottesdienst mit Pfarrer Peter Cryan
Ein weiterer Höhepunkt war der gemeinsame Gottesdienst mit Pfarrer Peter Cryan zum Thema "Unterwegs sein". Anhand der Emmausgeschichte – jener Erzählung von zwei Jüngern, die enttäuscht und ratlos unterwegs sind, bis sich ihnen ein Fremder zugesellt und ihnen die Augen geöffnet werden – näherte Pfarrer Cryan den Schülerinnen und Schülern eine zutiefst menschliche und zugleich spirituelle Erfahrung. Mit der Methode des Bibellog wurde der biblische Text nicht erklärt, sondern gemeinsam erschlossen: persönlich, erfahrungsorientiert, mit Raum für eigene Fragen und Entdeckungen. So wurde aus einer jahrtausendealten Geschichte ein Text, der unmittelbar mit den eigenen Wegerfahrungen der Jugendlichen in Berührung kam – ein Gottesdienst, der nachklang.
Mehr als eine Klassenfahrt
Am Ende blieb mehr als die Erinnerung an einen schönen Ausflug. Die Fahrt verband intensive inhaltliche Auseinandersetzung mit echten Gemeinschaftserfahrungen, spirituelle Tiefe mit unbeschwerter Bewegung an der frischen Luft. Genau in diesem Wechselspiel – zwischen Nachdenken und Spielen, zwischen Stille und Lachen, zwischen Plenum und Picknickdecke – lag die besondere Kraft dieser drei Tage. Unterwegs sein, so durften alle erfahren, heißt nicht nur, von A nach B zu kommen. Es heißt, gemeinsam zu gehen – und dabei einander und sich selbst neu zu begegnen.
K. Köster und S. Ruschhaupt