Am 22.04. war es endlich so weit: Wir, der Q1 Musikkurs, machten uns zusammen mit Herrn Hobinka auf den Weg nach Bonn. In den vergangenen Wochen hatten wir uns bereits ausgiebig mit Ludwig van Beethoven im Unterricht beschäftigt, insbesondere mit der fünften Sinfonie und dem „Ta-Ta-Ta-Taaa"-Motiv, das, wie der Komponist selbst, auch 200 Jahre später noch zu einem echten Symbol unserer Popkultur geworden ist.

Unser erster Stopp war das Empfangsgebäude mit dem Museumsshop. Tickets kaufen, kurz im Shop stöbern und schon bekamen wir ein erstes Gefühl dafür, wie groß das Erbe dieses Mannes eigentlich ist.

Dann überquerten wir die Straße und standen vor dem eigentlichen, schlichten Geburtshaus, wo wir von zwei Mitarbeiterinnen des Museums empfangen, die unseren Kurs in zwei Gruppen aufteilten. Die eine Gruppe startete in einer Galerie mit verschiedenen Porträts und Darstellungen Beethovens - eine gute Gelegenheit, sich der Person hinter der Musik zu nähern. Denn Beethoven war nicht nur ein musikalisches Genie, sondern auch ein Mensch mit einer bewegten Lebensgeschichte: in seinen späten Zwanzigern begann er zu ertauben - für einen Komponisten kaum vorstellbar. Trotzdem schrieb er einige seiner bedeutendsten Werke, darunter die berühmte 9. Sinfonie, als er bereits fast vollständig taub war. Diese Eindrücke haben uns besonders begeistert.

Währenddessen erkundete die andere Gruppe die privaten Räumlichkeiten des Geburtshauses. Originalbriefe, handgeschriebene Partituren und historische Instrumente - darunter ein beeindruckender Hammerflügel - erzählten von seinem Leben und seinem unglaublichen Schaffen. Den krönenden Abschluss bildete dann die sogenannte Schatzkammer, in der wir orginale Ausstellungsstücke Beethovens sehen konnten. Dazu gehörten persönliche Gegenstände und historische Dokumente, die einen sehr direkten Einblick in sein Leben ermöglichten. Anhand der Schriftstücke und der erkennbaren Radierungen und Skizzen innerhalb dieser konnten wir sowohl sein Befinden während des Komponierens, als auch die Entwicklung und die Arbeit dahinter nachvollziehen.

Als wir schließlich das Beethoven-Haus wieder verließen, betraten wir das Blitzlichtgewitter der Touristen, die auch alle einmal vor diesem bedeutenden Haus posieren wollten. Abschließend sprachen wir gemeinsam beim Eisessen über die neuen Eindrücke, die wir von diesem außergewöhnlichen und etwas verschrobenen Komponisten bekommen hatten.

Kilian Lohbeck / Niklas Merkel / Lisa Wand / Miriam Pohlers (Q1)